Jetzt von hier!

>zeitlos<

Arbeiten von Grigitte Tharin und Wolfgang Stöhr

1. 12.2022 bis 10.02.2023

Vernissage am 30.11.2022 um 19 Uhr

 

>Dieses Dazwischen<

20. 11. bis 11. 12. 2022

 

 

Das Pupille Mitglied Tanja Niederfeld realisiert als Projektmitglied die Ausstellung  Ping-Pong-Projekt  … und ab geht die Post!   

 

 

KunstBetrieb 2022 im Albgut Münsingen

"Wege und Kreuzungen"

Margot Spuhler und Uta Albeck

11. 09.2022 bis 02.10.2022

"ZEITZEICHEN"

Helga Mayer - Malerei, Spraypaint

Alfons Heilig Skulptur

10. Juli bis 7. August 2022

 

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 12. 07. 2022

 

Wolfgang Stöhr

"zwischen_zeit"

05. 06. bis 03. 07. 2022

 

Ausstellung "Bilder von gestern und heute"   Kirsten von Zech-Burkersroda

 

 

Südwestpresse vom 27. Mai 2022

 

 

GEA-Ausstellungsrezension vom 10. 05. 2022

 

Ausstellung "Ab to up"   Izumi Yanagiya

 

Ausstellung "Resonanz"   Hans Gunsch

 

Mitgliederausstellung 2022  "Visionen in Weiß"

Ausstellung "LETZTE WIESE"   Regine Krupp-Mez

 

 

KunstBetrieb 2021 im Albgut Münsingen

 

Ausstellung "Aus der Stille"   Jutta Peikert/Karsten Wieprich

 

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 29. 10. 2021

 

Ausstellung Jochen Warth "Raum-Bewegung"

 

 

Reutlinger ´Generalanzeiger vom 28. 09. 2021

 

Ausstellung Stephanie Hohensee und Heinz Danzer:  "Im Gegensätzlichen"

 

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 02. 09. 2021

 

 

Nachruf auf unser langjähriges Mitglied Dr. Doris Knapp

 

Ausstellung "stepping OUT" von Gisela Achour

 

Ausstellung "ROSA-ROTE SZENARIEN" von Renate Quast

 

Mitglieder-Online-Ausstellung  "AUSnahmeZUstand"

KUNST

Sehnsucht und Schöpfungsmythos

Jahresausstellung der Produzentengalerie Pupille unter dem Titel »AUSnahmeZUstand« lediglich online

Von 

Christoph B. Ströhle

 12.02.2021 07:20

Helga Mayers Spraypaint-Arbeit »Antimasken-Demo« entstand im vergangenen Jahr. Foto: MARGRET BERGER

REUTLINGEN. »Es fiel schwer, dieses Highlight nicht in den Galerieräumen präsentieren zu können, zumal die Ausstellung komplett vorbereitet war und die Arbeiten bereits hängefertig angeliefert waren.« In der Pressemitteilung zur Ausstellung »AUSnahmeZUstand – Künstlerische Positionen zwischen Pandemie und Quarantäne« der Reutlinger Produzentengalerie Pupille klingt das tiefe Bedauern an, dass die Schau wegen des Lockdowns nicht wie geplant präsentiert werden konnte. Vom 22. November bis zum 24. Januar war sie vorgesehen.

Damit man sich nun doch einen Eindruck davon verschaffen kann, präsentiert der Pupille-Verein einige der Arbeiten digital auf seiner Homepage. Den Werken sind in schriftlicher Form Gedanken der Künstlerinnen und Künstler beigestellt, die damit deutlich machen, wie sie die Pandemiezeit erleben und welchen Einfluss Corona auf ihre Arbeit hat.

»Jeder trägt sein Kreuz. Jeder kann sein Kreuz überwinden«, schreibt etwa Uta Albeck, die im Kreuz einerseits »Bürde, Last, Leid«, andererseits »Friede, Erlösung, Hoffnung« verkörpert sieht. In einer Serie von schwarz-weißen Arbeiten auf Papier variiert sie die Ausdeutungen des Kreuzes.

Für Ulla Frenger macht das Virus sichtbar, »wie sehr wir Menschen miteinander verbunden sind«. In ihrer Keramikwerkstatt hat sie eine Plastik geschaffen, die all das auszudrücken scheint, was sie unter Verbundenheit versteht: »die Fühler ausstrecken, ausdehnen, sich ansehen und wahrnehmen, Respekt und Wertschätzung entgegenbringen – im Miteinander sein«. »Auge der Verbundenheit« hat sie ihre Arbeit genannt. Das Auge steht darin sichtbar im Zentrum eines in Bögen miteinander verbundenen Beziehungskonstrukts.

Striche, in die Wand geritzt

Susanne Gayler macht in ihren Zeichnungen mit dem Titel »Im Schatten der Erde« Spiegelungen, Verästelungen und Verwerfungen sichtbar. Improvisierte Figurationen entstehen im Zusammenspiel von in der Natur beobachteten Phänomenen wie dem Lauf der Sonne, dem Wind, dem Wasser, den Strömungen. Der menschliche Körper erscheint fragmentarisch, mal als umkrallter Kubus, als Kopffigur oder als Idee eines Handstands.

Birgit Hartstein hat aus Draht und Kanülenkappen ein Objekt geformt, das sie »Hope« nennt. Wie ein Faradaykäfig mutet es an, nur dass hier keine Gefahr von außen abgewehrt, sondern das im Innern befindliche Virus quasi eingehegt und unschädlich gemacht wird. Die Hoffnung ist auf das Wirken eines Impfstoffs und das Wiedererlangen eines »normalen Lebens« gerichtet.

Eine Arbeit von Ulrike Holzapfel heißt »wie lange noch«. Mit Öl auf Holz gefertigt, wirkt sie wie ein erdiges, abgewetztes, durch die Zeit gezeichnetes Fundstück, das wiedergibt, dass hier jemand – wie im Gefängnis – für jeden Tag einen Strich in die Wand geritzt hat. Auch ein paar rostige Nägel sind eingeschlagen. Die Künstlerin setzt beim Ausnahmezustand an, will Corona aber auch als Chance, neu zu denken, neu wahrzunehmen und neu zu handeln, begriffen wissen. »Unsere Werte überdenken, mehr Bescheidenheit, weniger Konsum und Ausbeutung von Natur und Menschen, ökologisches Umdenken, mehr Achtsamkeit für unsere geistige Verfassung und Spiritualität«, nennt sie explizit.

Eine Landschaft voller rot-weißer Absperrbänder zeigt Regine Krupp-Mez auf einem ihrer realistisch-gegenständlichen Gemälde. »Unbeschwert« heißt doppeldeutig ein anderes. Es zeigt eine hochgebundene Kinderschaukel, die gar nicht erst den Eindruck erweckt, hier könnte in nächster Zeit ungezwungen geschaukelt werden.

Mit Mitteln der Drucktechnik und der Tuschzeichnung greift Gisela List die »Momentanlebensweise« auf. Als Betrachter bekommt man Einblick in abgeschlossene Wohnräume. Die Menschen darin wirken isoliert. Das ist auch in der Lithografie und Radierung »Pandemie – Chaos« so. Dort sind krank daliegende Menschen und pflegende Hände des Krankenhauspersonals zu erkennen. Und im Vordergrund Angehörige, die auf eine Besuchsmöglichkeit hoffen.

Anna Mansen nimmt Bezug auf eine Pflanze, die Gretel im Busch heißt. Sie untersucht das Hahnenfußgewächs in einer Serie von Zeichnungen. »In der zeichnerischen Auseinandersetzung verbirgt sich – möglicherweise – eine Verweisung auf den eigenen Zustand des Sichzurückziehens in den ›Busch‹ und der ›Verkapselung‹«, schreibt Mansen dazu.

Helga Mayers Spraypaint-Arbeit »Antimasken-Demo« zeigt Körper mit maskenhaften Gesichtern dicht an dicht. Eine Ästhetik wie beim Fotonegativ gibt ihnen etwas Geisterhaftes. Den blassblauen Farbton, erklärt Helga Mayer, habe sie gewählt, um Charakter- und Rücksichtslosigkeit anzudeuten.

Jochen Meyder beeindruckt mit Terracotta-Arbeiten, die sich »Angst«, »Sorge«, »Gelassenheit« und »(Über-)Mut« nennen. Dargestellt ist jeweils eine menschliche Gestalt, die in einer winzigen, auf Stelzen gesetzten Hütte (fast eine Hundehütte) gleichzeitig Schutz und Isolation erfährt. In »Angst« und »Sorge« sieht man sie zusammengekauert. In »Gelassenheit« streckt sie lässig die Beine heraus und richtet den Blick in die Ferne. In »(Über-)Mut« macht sie sich daran, auf das Dach kletternd ihr Refugium zu verlassen.

Ritt auf der Schildkröte

Jutta Peikert spielt mit Darstellungen einer Schildkröte, auf deren Panzer Menschen leben, auf einen indischen Schöpfungsmythos an, wonach eine Schildkröte aus dem Urmeer auftaucht und die Erde auf ihrem Rücken trägt. »Entschleunigung« und »Ritt auf der Schildkröte« nennt die Künstlerin ihre Keramikskulpturen und fügt die kommentierenden Sätze hinzu: »Der Mensch lebt auf der Erde und ist verantwortlich für sie. Durch Misswirtschaft und Ausbeutung gefährdet er seinen eigenen Lebensraum. Vielleicht zwingt Corona den Menschen zur Entschleunigung, zum Innehalten.« Nicht unbedingt belehrend wirkt das, eher persönlich betroffen und nachdenklich.

Esther Rollbühler hat aus Pappe, mit Dispersionsfarbe, Holzleim und Filzstift befremdliche gepanzerte Wesen geschaffen, die ihre Fühler ausstrecken. »Ich würde gerne sagen: Mein Arbeiten ist frei von der Pandemie, unbeeindruckt, unabhängig, geschützt«, schreibt sie dazu. »Ich würde es so gerne sagen. Sagen kann ich: Es lenkt mich ab und woanders hin. Das ist viel.«

Karl Striebel erklärt, er habe sich vorgenommen, für die Dauer der coronabedingten »Auszeit« klein zu bleiben, die Formatgröße auf höchstens 29 mal 29 Zentimeter zu begrenzen und die Landschaft für eine Zeit lang zu verlassen. »Vielleicht spiegelt dies instinktiv die für mich kleiner gewordene Welt, den extrem kleiner gewordenen Handlungsspielraum wider.« Die gezeigten Acrylarbeiten sind abstrakt und hochexpressiv. »Figuration 1–6« heißen sie schlicht. (GEA)

AUSSTELLUNGSINFO

Die Online-Ausstellung »AUSnahmeZUstand« der Reutlinger Produzentengalerie Pupille zeigt außerdem Werke von Gisela Achour, Heinz Danzer, Anett Frey, Hans Gunsch, Gudrun Heller-Hoffmann, Xenia Muscat, Renate Quast, Inge Rau, Elke Roth, Beatriz Schaaf-Giesser, Gabriele Seeger, Margot Spuhler, Karl Striebel, Wolfgang Stöhr, Ingrid Swoboda, Brigitte Tharin, Renate Vetter, Jochen Warth, Izumi Yanagiya, Kirsten v. Zech-Bukersroda und Helmut Anton Zirkelbach. (GEA

 

 

Ingrid Swoboda

 

 

 

GEA-Artikel vom 23. 10. 2020

Gabriele List

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 18. 08. 2020

 

Schwäbische Zeitung vom 27. 02. 2020

 

"rot sehen"

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 12. 03. 2020

 

Helmut Anton Zirkelbach

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 28. 01. 2020

 

Mitgliederausstellung 2019

GEA-Artikel vom07. 12. 2019

Kunstbetrieb

GEA-Artikel vom 30. 10. 2019

 

Südwestpresse vom 30. 10. 2019

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 06. 11. 2019

Brigitte Tharin

GEA-Artikel vom 19. 10. 2019